Vermittlungsskandal 2002 BA trifft auf Hannemann | altonabloggt


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Vermittlungsskandal 2002 BA trifft auf Hannemann

mit 14 Kommentaren

und die kugel rollt

und die kugel rollt

Es war einmal und ist noch immer (?) …

Ein aktiv beschäftigter BA-Mitarbeiter (Echtheit geprüft) aus einem Jobcenter schickte mir folgende Hinweise …

Den Beitrag können Sie gerne einstellen, z.B. unter dem Pseudonym “Vermittlungsskandal”.

Parallelen zum Vermittlungsskandal (2002)

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) kann mit (berechtigter) Kritik nicht umgehen. Das dokumentiert sie durch die Pressemitteilung (PM) “Inge Hannemann gefährdet tausende Mitarbeiter der Jobcenter. Presse Info 035 vom 14.06.2013″ (Quelle: http://www.arbeitsagentur.de/nn_27044/zentraler-Content/Pressemeldungen/2013/Presse-13-035.html ).

Diese PM ist ein beeindruckendes und desillusionierendes Zeugnis für die Fähigkeit mit Kritik und mit Veränderungsvorschlägen umzugehen.

Beim ersten Lesen der PM musste man davon ausgehen, dass es sich um ein Fake handelt. Man konnte sich nicht vorstellen, dass eine derartige Erklärung von einer Bundesbehörde veröffentlicht wird. Man wartete darauf, dass diese PM von der BA oder von der zuständigen Bundesministerin korrigiert wird und eine Gegendarstellung im eigenen Interesse erfolgen würde. Und wartet noch immer …

Auf eine Kritik der PM wird hier verzichtet, weil (u.a.) Prof. Dr. Stefan Sell (Hochschule Koblenz) eine hervorragende und ausgewogene Würdigung veröffentlicht hat:  ”Wozu Kritik an den letzten Außenposten des Sozialstaats führen kann: Die Bundesagentur für Arbeit exkommuniziert Frau H. aus H. und schießt ein veritables Eigentor”

(Quelle: http://aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de/2013/06/15.html).

Der Umgang mit der Botin einer schlechten Nachricht erinnert an den Umgang der gleichen Behörde, die damals noch Arbeitsamt hieß, mit Erwin Bixler.

Herr Bixler war Mitarbeiter des Arbeitsamtes und entdeckte im Rahmen seiner Arbeit (er war als Revisor tätig) Unregelmäßigkeiten.

Kurz: das Arbeitsamt schönte die Statistiken hinsichtlich der durch Vermittlungsarbeit des Arbeitsamtes besetzen Arbeitsstellen. Damit wurde der Öffentlichkeit eine Effektivität vorgeführt, die sich bei näherer Betrachtung als nicht real erwies.

Die Parallele zu Frau Hannemann: Was Hr. Bixler intern vortrug wurde nicht beachtet … über Monate nicht beachtet. So sah er sich, um Schaden vom Arbeitsamt abzuwenden, verpflichtet nach außen zugehen. Erst nach einem Gespräch mit Arbeitsminister (Riester), kam eine Dynamik auf, die dazu führte, dass Herr Jagoda (damaliger Chef des Arbeitsamtes) gehen musste und die Behörde komplett umgebaut werden sollte. Mit diesem Umbau, ist man trotz gegenteiliger Beteuerungen und, wie die PM zeigt, noch nicht fertig.

Dass hier möglicherweise noch Reformbedarf besteht kann dem Aufsatz “Perspektive Qualität” (aus 2012) von Herrn Einsiedler (Hauptpersonalrat der Bundesagentur für Arbeit) entnommen werden (insbes. auf Seite 3 wo von 19 Millionen Vermittlungsvorschlägen berichtet wird und einer Erfolgsquote von 2,1 %.http://www.nachdenkseiten.de/upload/pdf/121213_bundesagentur_analyse.pdf ).

Dieser Skandal (aus dem Jahre 2002) ist im www gut dokumentiert. Hier sei auf zwei Quellen verwiesen:

1) Bundeszentrale für politische Bildung

http://www.bpb.de/politik/innenpolitik/arbeitsmarktpolitik/55132/oeffentliche-arbeitsvermittlung?p=all

2) “Gegen gefälschte Statistiken in den Arbeitsämtern: Erwin Bixler

Ein engagierter Arbeitsamt-Revisor aus dem Landesarbeitsamt Saarbrücken gegen die Übermacht eines deutschlandweiten Behörden-Apparats

Erwin BIXLER ist inzwischen (früh)pensioniert und lebt von einer bescheidenen (Früh)Pension. Sein Widersacher, der auf politischen Druck hin ‘gehen’ musste, ist ebenfalls Pensionär: Bernhard JAGODA, Träger des Bundesverdienstkreuzes und des Bayerischen Verdienstordens.”

(Quelle: http://www.anstageslicht.de/index.php?UP_ID=14&NAVZU_ID=57&STORY_ID=54)

Ich wünsche mir, dass man das großartige theoretische und praktische Fachwissen von Hannemann und vielen anderen Mitarbeitern der BA/ der JC nutzt, um dringend notwendige Veränderungen einzuleiten.

Dass Frau Hannemann, ähnlich wie Gustl Mollath (siehe : Gustl for help”), einen Skandal aufdecken und dafür mundtot gemacht werden sollen, erschüttert unsere Freiheitliche demokratische Grundordnung, die wir ja vom Papier her haben sollten, bis auf das Mark.

Letzte Anmerkung:

Frau Hannemann hat meiner Erfahrung nach vollkommen Recht, wenn Sie behauptet, dass die Mehrheit der Mitarbeiter der BA und der JC motiviert und kundenorientiert sind. Leider gibt es in der Bundesagentur und den JC, beeinflusst durch die herrschende Politik, keine Diskussions- und Veränderungskultur. Es gibt politisch motivierte Zielvorgaben über die die Mehrheit der Mitarbeiter und der Führungskräfte – seit Jahrzehnten – den Kopf schüttelt.

Diese Inkompetenz zu einer Neuorganisation aus eigener Kraft hängt maßgeblich davon ab, dass jede Bundestagswahl, jeder Wechsel im verantwortlichen Ministerium dazu führt, dass neue Säue durch das Dorf getrieben werden, lange bevor festgestellt werden kann, ob die letzte Sau nicht doch ein Goldtaler legender Esel, gewesen wäre.

Ich verweise hier auf den Fall Gustl Mollath, weil die Machtstrukturen, die dafür sorgen, dass ein Mensch sieben Jahre weggesperrt und seiner Menschenrechte beraubt wird, die gleichen sind, die verhindern, dass das wahre Ausmaß der “Krise unseres Staates” bekannt, und geändert, wird. Frau Hannemann hat aber den Vorteil, dass das Unrecht was ihr geschieht von Anfang öffentlich ist, während Gustl Mollath viele Jahre warten musste bis sich ein Unterstützerkreis bildete, der für Öffentlichkeit sorgte. Und dennoch: Was sich die verantwortlichen Gerichte in Bayern derzeit leisten “geht auf keine Kuhhaut”.

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Über norbertschulze1

An alle Jobcenter-Mitarbeiter, die sich hier rumtreiben: Meine Daten dürfen nicht verwendet werden! Ich gebe dafür keine Einverständniserklärung. Der Schutz der Privatsphäre ist im deutschen Grundgesetz aus dem allgemeinen Persönlichkeitsrecht (Art. 2 Abs. 1 i. V. m. Art. 1 Abs. 1 GG) abgeleitet. Das besondere Persönlichkeitsrecht dient dem Schutz eines abgeschirmten Bereichs persönlicher Entfaltung. Dem Menschen soll dadurch ein spezifischer Bereich verbleiben, in dem er sich frei und ungezwungen verhalten kann, ohne befürchten zu müssen, dass Dritte von seinem Verhalten Kenntnis erlangen oder ihn sogar beobachten bzw. abhören können. Durch die Unverletzlichkeit der Wohnung (Art. 13 GG) und durch das Post- und Fernmeldegeheimnis (Art. 10 GG) wird der Schutzbereich konkretisiert. Die Ausnahmen hiervon (Abhören von Telefongesprächen und Wohnungen) werden als Lauschangriff bezeichnet und sind ebenfalls gesetzlich geregelt. da reicht der Platz nicht aus Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig. (Albert Einstein) Linkhaftung Mit Urteil vom 12. Mai 1998 - 312 O 85/98 - "Haftung für Links" entschied das Landgericht Hamburg, dass man durch Anbringung eines Links die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann - so das Landesgericht - nur dadurch verhindert werden dass man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert, was ich mit nachfolgender Erklärung ausdrücklich tue: Für alle Links gilt, dass ich keinen Einfluss auf die Gestaltung und Inhalte der verlinkten Seiten habe. Ich distanziere mich ausdrücklich von allen Inhalten dieser Seiten. Ferner weise ich darauf hin, dass ich keine Verantwortung für die Inhalte der Seiten trage. 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Das beste mittel, jeden Tag zu beginnen, ist: Beim erwachen daran zu Denken, ob man nicht wenigstens einem Menschen an diesem Tag eine Freude machen könnte. (Nietzsche) Die vier edlen Wahrheiten sind: Wahrheit vom Leiden: Das Leben im Daseinskreislauf ist letztlich leidvoll. Dies ist zu durchschauen. (Dukkha Sacca) Wahrheit von der Ursache des Leidens: Die Ursachen des Leidens sind Gier, Haß und Verblendung. Sie sind zu überwinden. (Samudaya Sacca) Wahrheit von der Aufhebung des Leidens: Erlöschen die Ursachen, erlischt das Leiden. Dies ist zu verwirklichen. (Nirodha Sacca) Wahrheit von dem Weg zur Aufhebung des Leidens: Zum Erlöschen des Leidens führt ein Weg, der Edle Achtfache Pfad. Er ist zu gehen. (Magga Sacca) » Haftungsausschluss für Gästebuch, Kommentare, Berichte, Mitteilungen auf der Homepage! 1. Inhalt des Online-Angebotes Der Autor übernimmt keinerlei Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen. 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