DasErste.de – Plusminus – Arbeitslose (25.01.2012)


 

DasErste.de – Plusminus – Arbeitslose (25.01.2012).

Rückschau: Arbeitslose

Viel zu häufig nur Leiharbeit statt Dauerjob 

Bild vergrößernTrend zur Leiharbeit
(© SWR) Als die Bundesagentur für Arbeit Anfang Januar die neuesten Arbeitsmarktzahlen präsentierte, sah man nur strahlende Gesichter: Geringste Arbeitslosigkeit seit 20 Jahren, die deutsche Wirtschaft boomt weiter! Vor allem aber boomt eine Branche: Die Zeit- oder Leiharbeit. Mehr als 900.000 Menschen in Deutschland sind inzwischen über Verleihfirmen beschäftigt – neuer Rekord, und das liegt nicht etwa daran, dass es keine festen Jobs geben würde.

Zeitarbeit statt fester Stelle

Oliver Neumann aus Freiburg, ein Werkzeugmacher mit Berufserfahrung ist monatelang auf der Suche nach einem Job.
Die Firma „Kranservice Schaller“ in Freiburg ist monatelang auf der Suche nach einem festen Mitarbeiter. Beide wenden sich an die Agentur für Arbeit. Ihre Suche könnte eigentlich zu Ende sein, doch es kommt anders.
Bei der Arbeitsagentur bekommt weder der 34-Jährige einen festen Job, noch die Firma den gesuchten Mitarbeiter.

Erfolg mit Direkt-Bewerbung

Stattdessen werden Oliver Neumann nur Zeitarbeitsangebote übermittelt. Er geht zunächst in Zeitarbeit, doch dann macht er sich selbst auf die Suche nach Arbeit. Zum Glück, denn er selbst findet den Job bei „Kranservice Schaller“ – unbefristet und ordentlich bezahlt. Hätte er sich auf die Arbeitsagentur verlassen, wäre er wohl noch heute in Leiharbeit. Er müsste mehr arbeiten und würde weniger Geld verdienen.

Verschönerte Statistik

Obwohl Facharbeiter dringend gesucht werden, schicken die Arbeitsagenturen viele direkt in Leiharbeit. Das hat System, sagen Arbeitsmarkt-Experten wie Prof. Stefan Sell, Institut für Bildungs- und Sozialpolitik, FH Koblenz:
„Die Jobcenter haben einen Riesenvorteil bei der Vermittlung in Leiharbeit. Sie können richtig große Zahlen produzieren. Wenn da viele Leute in Leiharbeit übergehen, zählt das alles als Vermittlung und Integration in Arbeit. Daran werden die gemessen. Jetzt können die mit relativ wenig Arbeit die Arbeitslosen integrieren in Arbeit. Auch wenn die nach zwei bis drei Monaten erneut wieder vor der Tür stehen des Jobcenters.“

Leiharbeit kostet mehrfach

Die Zusammenarbeit zwischen öffentlich finanzierten Arbeitsagenturen und privaten Zeitarbeitsfirmen ist einfach: Die Zeitarbeitsfirmen melden Stellenangebote. Dafür suchen und schicken die Agenturen ihnen kostenlos passende Bewerber. Die Zeitarbeitsfirmen vermitteln die Arbeitsuchenden weiter an Unternehmen – mit ordentlichem Gewinn. Denn von jedem Lohn eines Zeitarbeiters geht ein erheblicher Teil an die Verleihfirma.
Hinzu kommt: Viele Zeitarbeiter verdienen so wenig, dass sie vom Staat Lohnzuschüsse bekommen müssen.

Zeitarbeit wie andere Arbeit?

Doch warum helfen die Arbeitsagenturen dabei? Bei der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg sieht man darin kein Problem. Dort gelten Zeitarbeitsfirmen als Arbeitgeber wie alle anderen auch. Zeitarbeit werde zwar nicht bevorzugt, aber auch nicht benachteiligt.
Wirklich? Keine Bevorzugung der Zeitarbeit? Tatsächlich sitzen Zeitarbeitsfirmen oft mit in den Gebäuden der Arbeitsagenturen. Die Agenturen veranstalten auch spezielle Zeitarbeiter-Messen. Stellen sich Arbeitssuchende dort nicht vor, drohen ihnen Sanktionen. Und: In Broschüren macht die Arbeitsagentur fleißig Werbung für Zeitarbeit. Sie sei „ein Markt mit Zukunft“. Baue „Brücken in die Berufswelt“. Brücken, die die Arbeitsagenturen eigentlich selbst bauen sollten.

Zeitarbeiter auf Dauer

Auch Karl Koch aus Bielefeld ist frustriert. Seit zwölf Jahren hangelt sich der Schlosser von Zeitarbeitsstelle zu Zeitarbeitsstelle.
In seiner Laufbahn als Zeitarbeiter hat Karl Koch eins gelernt: Die Zeitarbeitsfirmen spielen die Arbeitsagenturen längst an die Wand. Oftmals überschwemmen sie diese mit Stellenangeboten. Melden mehr offene Stellen als es tatsächlich gibt. Mit den Bewerbern der Arbeitsagentur, die sie nicht gleich weitervermitteln, füllen sie eigene Bewerberpools und geben daraus im Bedarfsfall Bewerber weiter, ehe die Jobcenter reagieren können.
Offiziell verbietet das die Arbeitsagentur, doch Kontrollen sind schwierig. Und: Die Arbeitsmarktstatistik wird dadurch geschönt.

Normale Arbeitsstellen bevorzugen

Experten fordern: Das muss ein Ende haben. Arbeitsagenturen und Jobcenter müssten bevorzugt normale Arbeit vermitteln und nur als Notlösung auf Leiharbeit zurückgreifen. Heute sei die Leiharbeit an erster Stelle. Das müsse sich ändern, auch um unterwertige Beschäftigung zu vermeiden.
Doch so lange Leiharbeit in der Statistik genauso zählt wie feste Jobs, wird sich in den Arbeitsagenturen wohl nicht viel ändern.

Raus aus der Arbeitslosigkeit

Der Werkzeugmacher Oliver Neumann rät Arbeitslosen, sich selbst zu bewerben und nach Stellen zu suchen.
Fragt sich nur, wozu es dann noch die Arbeitsagenturen braucht, in die Jahr für Jahr Milliarden an öffentlichen Geldern fließen.

Advertisements

Über norbertschulze1

An alle Jobcenter-Mitarbeiter, die sich hier rumtreiben: Meine Daten dürfen nicht verwendet werden! Ich gebe dafür keine Einverständniserklärung. Der Schutz der Privatsphäre ist im deutschen Grundgesetz aus dem allgemeinen Persönlichkeitsrecht (Art. 2 Abs. 1 i. V. m. Art. 1 Abs. 1 GG) abgeleitet. Das besondere Persönlichkeitsrecht dient dem Schutz eines abgeschirmten Bereichs persönlicher Entfaltung. Dem Menschen soll dadurch ein spezifischer Bereich verbleiben, in dem er sich frei und ungezwungen verhalten kann, ohne befürchten zu müssen, dass Dritte von seinem Verhalten Kenntnis erlangen oder ihn sogar beobachten bzw. abhören können. Durch die Unverletzlichkeit der Wohnung (Art. 13 GG) und durch das Post- und Fernmeldegeheimnis (Art. 10 GG) wird der Schutzbereich konkretisiert. Die Ausnahmen hiervon (Abhören von Telefongesprächen und Wohnungen) werden als Lauschangriff bezeichnet und sind ebenfalls gesetzlich geregelt. da reicht der Platz nicht aus Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig. (Albert Einstein) Linkhaftung Mit Urteil vom 12. Mai 1998 - 312 O 85/98 - "Haftung für Links" entschied das Landgericht Hamburg, dass man durch Anbringung eines Links die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann - so das Landesgericht - nur dadurch verhindert werden dass man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert, was ich mit nachfolgender Erklärung ausdrücklich tue: Für alle Links gilt, dass ich keinen Einfluss auf die Gestaltung und Inhalte der verlinkten Seiten habe. Ich distanziere mich ausdrücklich von allen Inhalten dieser Seiten. Ferner weise ich darauf hin, dass ich keine Verantwortung für die Inhalte der Seiten trage. Diese Erklärung gilt für alle auf den Internetseiten der mir angebrachten Links, Videos, Fots, und auch für alle Inhalte der Seiten, zu denen die Werbebanner führen. und ausserdem Abweichend von den Facebook AGB`s sind die von mir hier veröffentlichten Fotos, Kommentare (bzw. mein Gedankengut) und persönlichen Informationen nicht zur unentgeltlichen weiteren Verwendung durch Facebook freigegeben. Ich widerspreche der Nutzung oder Übermittlung meiner Daten, sofern ich dies nicht ausdrücklich in Schriftform zugelassen habe, sowie deren Nutzung und Weitergabe für Werbezwecke oder für die Markt- oder Meinungsforschung. Bearbeiten Lieblingszitate Artikel 1 bis 10 der Menschenrechte! Artikel 1 Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen. Artikel 2 Jeder hat Anspruch auf alle in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten, ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Anschauung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand. Des weiteren darf kein Unterschied gemacht werden auf Grund der politischen, rechtlichen oder internationalen Stellung des Landes oder Gebietes, dem eine Person angehört, gleichgültig ob dieses unabhängig ist, unter Treuhandschaft steht, keine Selbstregierung besitzt oder sonst in seiner Souveränität eingeschränkt ist. Artikel 3 Jeder hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person. Artikel 4 Niemand darf in Sklaverei oder Leibeigenschaft gehalten werden; Sklaverei und Sklavenhandel in allen ihren Formen sind verboten. Artikel 5 Niemand darf der Folter oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe unterworfen werden. Artikel 6 Jeder hat das Recht, überall als rechtsfähig anerkannt zu werden. Artikel 7 Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich und haben ohne Unterschied Anspruch auf gleichen Schutz durch das Gesetz. Alle haben Anspruch auf gleichen Schutz gegen jede Diskriminierung, die gegen diese Erklärung verstößt, und gegen jede Aufhetzung zu einer derartigen Diskriminierung. Artikel 8 Jeder hat Anspruch auf einen wirksamen Rechtsbehelf bei den zuständigen innerstaatlichen Gerichten gegen Handlungen, durch die seine ihm nach der Verfassung oder nach dem Gesetz zustehenden Grundrechte verletzt werden. Artikel 9 Niemand darf willkürlich festgenommen, in Haft gehalten oder des Landes verwiesen werden. Artikel 10 Jeder hat bei der Feststellung seiner Rechte und Pflichten sowie bei einer gegen ihn erhobenen strafrechtlichen Beschuldigung in voller Gleichheit Anspruch auf ein gerechtes und öffentliches Verfahren vor einem unabhängigen und unparteiischen Gericht. Das beste mittel, jeden Tag zu beginnen, ist: Beim erwachen daran zu Denken, ob man nicht wenigstens einem Menschen an diesem Tag eine Freude machen könnte. (Nietzsche) Die vier edlen Wahrheiten sind: Wahrheit vom Leiden: Das Leben im Daseinskreislauf ist letztlich leidvoll. Dies ist zu durchschauen. (Dukkha Sacca) Wahrheit von der Ursache des Leidens: Die Ursachen des Leidens sind Gier, Haß und Verblendung. Sie sind zu überwinden. (Samudaya Sacca) Wahrheit von der Aufhebung des Leidens: Erlöschen die Ursachen, erlischt das Leiden. Dies ist zu verwirklichen. (Nirodha Sacca) Wahrheit von dem Weg zur Aufhebung des Leidens: Zum Erlöschen des Leidens führt ein Weg, der Edle Achtfache Pfad. Er ist zu gehen. (Magga Sacca) » Haftungsausschluss für Gästebuch, Kommentare, Berichte, Mitteilungen auf der Homepage! 1. Inhalt des Online-Angebotes Der Autor übernimmt keinerlei Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen. Haftungsansprüche gegen den Autor, die sich auf Schäden materieller oder ideeller Art beziehen, welche durch die Nutzung oder Nichtnutzung der dargebotenen Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen verursacht wurden sind grundsätzlich ausgeschlossen, sofern seitens des Autors kein nachweislich vorsätzliches oder grob fahrlässiges Verschulden vorliegt. Alle Angebote sind freibleibend und unverbindlich. Der Autor behält es sich ausdrücklich vor, Teile der Seiten oder das gesamte Angebot ohne gesonderte Ankündigung zu verändern, zu ergänzen, zu löschen oder die Veröffentlichung zeitweise oder endgültig einzustellen. 2. Verweise und Links Bei direkten oder indirekten Verweisen auf fremde Internetseiten ("Links"), die außerhalb des Verantwortungsbereiches des Autors liegen, haftet dieser nur dann, wenn er von den Inhalten Kenntnis hat und es ihm technisch möglich und zumutbar wäre, die Nutzung im Falle rechtswidriger Inhalte zu verhindern. Der Autor erklärt hiermit ausdrücklich, dass zum Zeitpunkt der Linksetzung die entsprechenden verlinkten Seiten frei von illegalen Inhalten waren. Der Autor erklärt weiterhin, dass er keinerlei Einfluss auf die aktuelle und zukünftige Gestaltung und auf die Inhalte der gelinkten/verknüpften Seiten hat. Deshalb distanziert er sich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten / verknüpften Seiten, die nach der Linksetzung verändert wurden. Diese Feststellung gilt für alle innerhalb des eigenen Internetangebotes gesetzten Links und Verweise sowie für Fremdeinträge in vom Autor eingerichteten Gästebüchern, Diskussionsforen und Mailinglisten. Für illegale, fehlerhafte oder unvollständige Inhalte und insbesondere für Schäden, die aus der Nutzung oder Nichtnutzung solcherart dargebotener Informationen entstehen, haftet allein der Anbieter der Seite, auf welche verwiesen wurde, nicht derjenige, der über Links auf die jeweilige Veröffentlichung lediglich verweist. 3. Urheberrecht Der Autor ist bestrebt, in allen Publikationen die Urheberrechte der verwendeten Grafiken, Tondokumente, Videosequenzen und Texte zu beachten, von ihm selbst erstellte Grafiken, Tondokumente, Videosequenzen und Texte zu nutzen oder auf lizenzfreie Grafiken, Tondokumente, Videosequenzen und Texte zurückzugreifen. Das Copyright für veröffentlichte, vom Autor selbst erstellte Objekte bleibt allein beim Autor der Seiten. Eine Vervielfältigung oder Verwendung solcher Grafiken, Tondokumente, Videosequenzen und Texte in anderen elektronischen oder gedruckten Publikationen ist ohne ausdrückliche Zustimmung des Autors nicht gestattet. 4. Rechtswirksamkeit dieses Haftungsausschlusses Dieser Haftungsausschluss ist als Teil des Internetangebotes zu betrachten, von dem aus auf diese Seite verwiesen wurde. Sofern Teile oder einzelne Formulierungen dieses Textes der geltenden Rechtslage nicht, nicht mehr oder nicht vollständig entsprechen sollten, bleiben die übrigen Teile des Dokumentes in ihrem Inhalt und ihrer Gültigkeit davon unberührt.
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s